Das Bayerische Viertel zwischen KaDeWe und dem Rathaus Schöneberg war und ist bis heute ein Stadtviertel im Bezirk Tempelhof-Schöneberg mit einer ganz außergewöhnlichen Geschichte.

Der Verein am Platz dieses Viertels war bei seiner Gründung erst ein Zusammenschluss von Gewerbetreibenden. In kurzer Zeit kamen Bürgerinnen und Bürger dazu und brachten ihre Wünsche und Projektideen ein. So entwickelte sich der Verein nach und nach zu einem Forum für das Zusammenspiel ansässiger Kultureinrichtungen mit Gewerbeinteressen und der Kommunal-Politik.

Die facettenreiche Geschichte und der Erhalt des Charakters sind dabei Leitmotiv für die vielfältigen Aktionen. Einen ersten Höhepunkt erlebte das Viertel in den 1920iger Jahren als Schauplatz des „Who is Who in Gesellschaft und Kultur. „Industriegebiet der Intelligenz“ nannte man es. Rund um den Bayerischen lebten Albert Einstein, Gottfried Benn, Karl Hofer, Erich Fromm, Gisèle Freund, Claire Waldoff u.v.a.

Ein Zentrum blieb das Viertel auch nach 1945. Das Rathaus Schöneberg am John-F.-Kennedy-Platz stand zu Zeiten des „Kalten Krieges“ im Brennpunkt nationaler und weltpolitischer Ereignisse. Bis zur Wiedervereinigung war es Sitz des „Regierenden Bürgermeisters“. Ein attraktives Wohnviertel mit viel Grün ist es bis auf den heutigen Tag. Ein Kiez, ausgestattet mit einer intakten Infrastruktur und einer guten Verkehrsanbindung - von A wie Antiquariat bis Z wie Zigarren-Spezialgeschäft, ist alles zu Fuß erlaufbar.

 

Gudrun Blankenburg schrieb 2010 das Buch
Das Bayerische Viertel in Berlin-Schöneberg –
Leben in einem Geschichtsbuch
.

Es erschien  im
Hendrik Bäßler Verlag, ist mittlerweile
in der 3. aktualisierten  Auflage auf dem Markt
und noch immer nachgefragt.